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Wachs-Terpentinöl-Firnisse vergilben nicht und ergeben eine geringere Lichtbrechung, ähnlich wie Zaponlacke. Sie erfordern stets einen möglichst dünnen Auftrag, sonst trocknen sie schwer und bleiben zu lange schmierig. Man trägt sie als weiche Bienenwachs-Terpentinöl-Salbe mit einem wattegefüllten Mulltampon oder mit dem Handballen in kreisförmiger Bewegung auf. Am zweckmässigsten ist eine Wachssalbe aus:
1 Teil gebleichtem und 2 Teilen rektifiziertem Terpentinöl oder Testbenzin. Manche inländisehen Bienenwachssorten sind von Natur aus relativ weich. Man härtet solche Wachse durch Zugabe von 10-30 Prozent gebleichtem Carnaubawachs, einem brasilianischen Pflanzenwachs von höherem Schmelzpunkt. Neuerdings sind zahlreiche synthetische Wachse auf dem Markt, darunter auch halbweiche, aber nach den bisherigen Erfahrungen lässt sich Bienenwachs doch nicht ganz ersetzen. Mastix und Dammar leiden unter der Hitzeeinwirkung beim Schmelzen. Um diese mit Wachs zu kombinieren, schlägt der Fachmann einen anderen Weg ein. Er gibt seiner Wachssalbe etwas Harzterpentinöllösung zu und erwärmt nur auf etwa 63°C, dem Schmelzpunkt des Wachses. Bei den weich gehaltenen Wachssalben genügen mitunter noch geringere Temperaturen, um eine Verflüssigung herbeizuführen. Sehr beliebt sind Kombinationen von Harzlösungen mit etwas Wachssalbe. Einem normalen Terpentinölharzfirnis werden unter ganz leichter Erwärmung etwa 5 Prozent Wachssalbe zugesetzt. Nur in Sonderfällen geht man über 10 Prozent hinaus. Wachshaltige Firnisse werden beim Erkalten trüb undmüssen unmittelbar vor der Verwendung ganz leicht angewärmtwerden. Man streicht sie mit dem Pinsel auf und stupft sofort mit einem großen Dachshaarvertreiber nach. Die Endwirkung ist ein feiner, seidiger Glanz.
Rezept für gehärtete Wachssalbe:
Die Zutaten in einem Wasserbad erwärmen, nie auf offener Flamme!
Wachssalbenüberzüge trocknen matt auf. Ist ein Glanz gewünscht, werden sie nach dem Trocknen mit einer weichen Bürste oder Wolllappen nachpoliert.
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